10. Blue Mountains und der Weg weiter nach Norden

Wir waren also zurück in Sydney und erfuhren, dass am Tag vor unserer Rückkehr ein gewaltiges Gewitter über Sydney gezogen ist. Es war nicht nur im roten Zentrum sehr nass, sondern auch an der Küste. Das Unwetter vom Vortag hatte noch in den folgenden Tage Nachwehen, denn unsere Weiterreise ins Hinterland von Sydney, in die Blue Mountains, war noch immer trüb und zeitweise nass. Die Blue Mountains sind bekannt für ihren morgentlichen blauen Dunst bei Sonnenaufgang (daher auch der Name). Grund dafür sind die vielen Eukalyptusbäume, die ihre ätherischen Öle bei der Sonnenwärme abgeben. Wir hatten leider nicht soviel Glück, denn während unseres Aufenthaltes war es zwar schwül, regnerisch, zwischendurch gab es auch einen Sonnenstrahl, aber die blaue Dunstglocke hatten wir nicht vor Augen, aber der Duft der Eukalyptus Bäume hatten wir immer wieder in der Nase. Es ist nicht immer der Sonnenschein, der uns ein Naturschauspiel beschert, auch schlechtes Wetter kann uns mit den verschiedenen Lichtverhältnissen ein wunderbares Schauspiel bieten.

Katoomba ist ein spezieller Ort mit einem speziellen Flair. Uns hat es gefallen.

In dieser Zeit wurde uns auch bewusst, dass unsere Reise in ein neues „Zeitalter“ kam. Wir hatten vor Augen, dass wir in der zweiten Hälfte waren und es ein Ende geben würde… Es musste etwas genauer geplant werden. Das Wann und wo aber auch das Was und wo wurde zur täglichen Diskussion.

Wir fuhren weiter über Bulahdelah nach Dorrigo. Dort wollten wir den National Park mit unserem Besuch beehren. Bei der Planung hatten wir gesehen, dass es vor Dorrigo eine Umleitung der Strasse gab, aber das war für uns kein Grund umzuplanen. Es war dann recht abenteuerlich, denn die Umleitung ging über Schotterstrassen mit hunderttausend Löchern, Brücken, die eher einem Steg glichen und dies noch mit Steigungen, die kaum zu bewältigen waren. Es wurde uns an diesem Tag auch bewusst, dass wir von 13m über Meer innerhalb weniger Kilometer auf 731m über Meer steigen mussten. Jedenfalls waren wir froh, endlich durch zu sein und mussten uns schon mal auf dem Campground erholen.

Bulahdelah, ich liebe diesen Namen 😁🤣😁😂

Belohnung war nicht nur der angenehme, ruhig gelegene Campground, sondern wir wurden auch mit einem super schönen Vollmond belohnt!

Und genau da merkt man, dass wir auf der anderen Seite der Erdkugel sind.

Der Dorrigo N.P wird als nicht tropischer Regenwald geführt. Er hat eine grosse Vielfalt an Fauna und Flora.

Und da war noch der nächste Tag…

In Dorrigo haben wir auch endlich eine Autowerkstatt gefunden, wo wir unseren Pneudruck kontrollieren konnten. Endlich, denn in Australien eine Pumpe zu finden die funktioniert oder wo man den Druck auch einstellen kann, ist ein Unterfangen von grösserem Ausmass. Dorrigo wollten wir auch nicht verlassen ohne morgens im Dorf zu frühstücken. Wir fuhren nicht wieder an die Küste zurück, da dort immer wieder viel Regen gemeldet wurde und auch das Strassen überflutet waren. Es ging von Dorrigo nach Tenterfield.

Von Tenterfield nach Warwick

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