9. Sydney und das rote Zentrum

Wir fuhren also von einer grossen Stadt in eine noch grössere Stadt. Ziel war der Sheralee Campground in Rockdale, wo wir unseren Campervan die ganze Woche stehen lassen wollten. Wir fuhren Highway, Freeway und Motorway und waren über die Veloschilder auf dem Pannenstreifen erstaunt, aber tatsächlich wird dieser als Velostreifen benutzt. Wir fanden unseren Campground ohne Probleme und richteten uns ein. Am nächsten Morgen ging es dann ins Zentrum mit Bus und Zug. Was für eine wundervolle Stadt! Wir hatten uns entschieden mit dem Hop on Hop off Bus eine Stadtrundfahrt zu machen und uns dann an einer Haltestelle zu Fuss weiter durch die Stadt zu bewegen. Es war einfach schön, gemütlich, keine Hektik und man fühlte sich sicher in den Strassen. Für den zweiten Tag hatten wir eine Hafenrundfahrt gebucht um die Stadt auch von der Wasserseite anzuschauen. Auch dies war eine spezielle Erfahrung, denn die Fahrt fand auf einem grossen Katamaran (ca für 300 Personen) statt und wir waren nur 4 Passagiere!!!!! Wir hatten also das Schiff für uns und konnten uns überall hin bewegen ohne das jemand uns die Sicht nahm.

Und nun die VIP Hafenrundfahrt von Sydney 😁🤣😁

Im Hafen von Sydney haben wir drei von diesen riesigen Kreuzfahrtschiffen gesichtet. Es sah aus, wie eine Stadt vor der Stadt lag… Unser nächstes Abenteuer stand vor der Tür. Wir packten unsere Koffer um am 23.02.2026 mit dem Flugzeug nach Ayers Rock zu fliegen. Eigentlich sollte diese geführte Tour 4 Tage dauern, aber uns wurde ein Tag gestrichen, weil die West McDonnell Ranges (Tjoritja) unter Wasser standen. Nun gut, der Flug war mit Jetstar gut organisiert. In Ayers Rock kamen wir pünktlich an und wurden dort zusammen mit einem anderen Schweizer Pärchen und einem Taiwanesischen Pärchen von unseren Guides Donk und Adrien abgeholt. Insgesamt waren wir 5 Schweizer, 2 Holländer, 2 Belgier, 2 Taiwaner und 1 Japanerin. Wir wurden als erstes ins Visitor Center chauffiert, wo wir einige Erklärungen vom Uluru und seine Bedeutung erhielten. Anschliessend gab es am Fusse des Ulurus einige Walks, bevor wir dann den Sonnenuntergang bei australischem Champagner und Dips geniessen konnten. Abendessen gab es dann im Camp. Wir hatten Kamelburger, Kängurufleisch, Büffelfleisch, Poulet und viel Beigemüse im Angebot. Auch wurden wir angehalten früh schlafen zu gehen, denn der Wecker war auf 04:15 gerichtet, damit wir unseren zweiten Tag mit dem Sonnenaufgang zwischen Uluru und Kata Tjuta beginnen konnten.

Aus Respekt darf man den Uluru nicht überall fotografieren. Es wird immer wieder darauf hingewiesen. Auch bei Kata Tjuta war es so. Der Sonnenuntergang am Uluru war magisch, denn als wir darauf warteten, war es eher bewölkt und dann plötzlich kamen einige Sonnenstrahlen durch die Wolken durch und wir hatten ihn, den roten Felsen

Zweiter Tag: 4:15 Tagwach, Zelt räumen, anziehen, frühstücken und ab geht es zum Sonnenaufgang. Wir waren dabei nicht alleine, denn es gibt so manchen Touranbieter mit dem gleichen Programm. Wir standen also zwischen Uluru und Kata Tjuta (unser heutiges Ziel zum Wandern) und warteten auf die Sonne.

Die Wanderung beim Kata Tjuta ist die Bewährungsprobe für morgen. Der Walk führte uns über Schotter, enge Stellen, Naturstufen und man musste bei der Sache bleiben. Obwohl der Trail Valley of the Winds hiess, wurde es bald einmal warm und die Fliegen waren überall. Wir waren froh über unsere gekauften Fliegennetze, denn die lästigen Biester gingen in die Nase, Augen oder an den Mund. Mittags kamen wir wieder ins Camp, wo wir Poulet-Gemüse-Wraps erhielten und noch kurz bei der Kamelfarm reinschauten, bevor wir ins nächste Camp weiterfuhren. Draussen im Nirgendwo, nein nicht ganz, es war in der Nähe des Kings Canyon. Das Camp gehörte Aboriginals. Gekocht haben wir selber, bzw unser Donk hat die Arbeit verteilt. Die Frauen haben Gemüse geschnipselt und ich wurde auserkoren, das Gemüse Curry und den Reis zu kochen. Die Männer haben sich ums Lagerfeuer und um das Heisswasser der Dusche gekümmert. Gegessen haben wir mit tausend Fliegen und dann gab es noch Lagerfeuerromantik. Morgen heisst es wieder um 4:15 aus den Federn, denn der erste Aufstieg im Kings Canyon ist beschwerlich und sollte vor Sonnenaufgang gemacht werden.

Das rote Zentrum war durch die vielen Regenfälle in den letzten Zeit grüner als sonst.

3. Tag: Wir hatten wieder um 4:15 Tagwache, aufstehen, anziehen, Zelt räumen, frühstücken und jeder bereitete seinen Lunchwrap zu. Kurze Fahrt bis zum Watarrka National Park oder besser noch bekannt unter Kings Canyon. Wir machten eine Wanderung, die mit einem sehr steilen Anstieg begann und mit sehr vielen ungleich hohen Tritten. Wir kamen alle ausser Atem bis wir oben angekommen waren, aber es hatte sich gelohnt. Auch war das Wetter uns hold, denn es war bedeckt und so konnte uns die Sonne auch auf der restlichen Wanderung nicht „brätle“, aber trotzdem haben wir so richtig geschwitzt. Die vier Stunden gingen auch wie im Flug vorbei mit allem was zu beobachten war. Einfach grandios. Die schönste Belohnung war die Orangenschnitze, die uns Donk bei unserer Ankunft am Parkplatz brachte und uns zu unserer Leistung gratulierte. Wir fuhren dann den langen Weg nach Alice Springs, wo wir noch 2 Nächte im Hotel blieben bevor wir zurück nach Sydney flogen. Zwei Nächte wurden es, weil uns ja der vierte Tag in den McDonnells Ranges gestrichen wurde. Alice Springs ist ein Ort, wo man sehr viele Aboriginals sieht und für uns etwas ungewohnt. Dazu kommt, dass wir gewarnt wurden nach 22:00 zu Fuss unterwegs zu sein. Darum hatten wir uns noch ein Auto gemietet, damit wir unseren vollen Tag etwas ausserhalb bewegen konnten. Für uns war aber das Erstaunliche an Alice Springs das Wetter, denn es regnete zwischendurch in Strömen und das ungewohnte riesige Bett, dass wir nach 5 Wochen zur Verfügung hatten 😜😂😜

Der Aufstieg

Oben angekommen 🥵🥵

Und nun geht es nach Alice Springs, wo uns Regen erwartet!!!

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