Mit dem Erreichen von Warwick haben wir auch die Grenze zwischen New South Wales und Queensland überschritten. Queensland, unser letzter Bundesstaat auf unserer Reise! Queensland ist bekannt für seinen Anbau von Zuckerrohr und auch Agaven. Wir fanden im Süden auch Hirsefelder. Die Viehwirtschaft darf hier nicht fehlen, aber es sind nicht mehr die gewohnten Rassen. Da wir uns dem südlichen Wendekreis nähern und somit auch den Tropen, haben sie hier Fleischrassen die der Hitze besser widerstehen. In unserem Gesichtsfeld kommen immer mehr hornlose, bucklige Kühe mit grossen Schlappohren vor und man denkt, man sei in Indien. Claudia hatte schon in New South Wales eine Strassenzustand App heruntergeladen, aber für Queensland wurde sie für uns noch wichtiger, denn wir sind immer noch in der Wet Saison und überflutete Strassen sind noch sehr häufig. Wir wussten auch, dass es in den letzten Tagen in Brisbane sehr viel geregnet hatte und unser Weg im Inneren des Landes war genau richtig gewählt. Nun aber waren wir wieder unterwegs Richtung Küste und unser App zeigte uns, dass wir nicht hundert Möglichkeiten hatten. Wir wählten eine Strecke aus, die das Brisbane Becken etwas umging, denn Brisbane mit all den Zuflüssen hatte mehr als eine überflutete Strecke. Mein Wunsch war auch, dass wir, wenn wir schon hier waren, in den von Steve Irwin und seiner Familie gegründeten Australia Zoo gehen. Ziel war also der Campground von Landsborough. Wir fuhren bei trockenem, dunkel behangenem Wetter von Warwick weg. Unser Weg führte uns anfangs noch trocken über Land, aber der Regen kam und auch am Strassenrand wurden die Pfützen immer mehr zu Seen, die Bäche liefen schon über die Ufer und auch die Kühe standen immer wieder im Wasser. In Kilcoy war dann auf der Hauptstrasse Schluss. Wir mussten den Ort etwas weiter nördlich umfahren. Der Herr, der die Strassensperrung überwachte, erklärte uns den Weg und sagte zum Schluss nur ganz lappidar: wenn ihr dort noch rüberkommt… Wir fuhren hoffnungsvoll zur besagten Brücke, die wir ohne Geländer und mit dem reissenden braunen Wasser, das gerade noch unter der Brücke floss, schnell überquerten. Es war eine eindrückliche Fahrt und wir waren froh, anzukommen. Am nächsten Tag schien die Sonne, als wäre nichts gewesen und wir konnten einen ruhigen Tag im Zoo geniessen.







Die Enten waren überglücklich über all die Seen
Australia Zoo: Stephen Robert „Steve“ Irwin war ein australischer Dokumentarfilmer, TV-Moderator, Herpetologe und Zoodirektor, der mit der Serie „The Crocodile Hunter“ weltbekannt wurde. Schon als Kind im Reptilienpark seiner Eltern aktiv, übernahm er 1991 den Australia Zoo. Mit seiner Frau Terri setzte er sich leidenschaftlich für den Schutz auch unbeliebter Tierarten ein. Er starb 2006 bei Dreharbeiten am Great Barrier Reef durch den Stich eines Stachelrochens. (Wikipedia)











Im Zoo geht es um den australischen Artenschutz. Irwin war von vielen Tieren fasziniert, aber gerade die Krokodile waren für ihn besonders wichtig.
Wir fuhren weiter Richtung Norden und immer wieder mit dem Blick auf unser App, wo die Strassen passierbar waren und wo nicht. Je weiter es ging, desto ruhiger wurde es was die Floodways anbelangte. Beeindruckt waren wir aber immer wieder sobald wir ein Creek, Bach, Fluss überquerten. Entweder führten sie noch viel braune Sauce, sorry ich meine natürlich Wasser oder man sah an der Vegetation, was das Wasser angerichtet hatte. Unsere Route führte uns über Hervey Bay nach Gladstone.

Wir hatten noch bei der Fahrt bis Gladstone ein kleines rotes Lämpchen als Begleitung. Unser lieber Campervan fand, dass es mal Zeit wäre den Ölstand zu prüfen. Da wir beim Fahren waren, hielten wir an einem Roadhouse, machten eine halbe Stunde Pause und tatsächlich es hätte noch etwas Öl Platz in der Wanne. Ich hielt kurz Rücksprache mit meiner Lieblingsgarage in Mariahilf. Sascha war gleich zur Stelle, bestätigte zusammen mit Cyrill, dass wir unseren italienischen Freund etwas Öl gönnen sollten. Was wir auch taten. Das Lämpchen erloscht erst zwei Tage später….




Wir hatten Gladstone ausgewählt, weil wir endlich wieder golfen wollten. Es ist zwar heiss und schwül, aber golfen geht immer 🤣






Auch auf dem Golfplatz haben wir Nachwirkungen vom Wasser entdeckt. Die Sandbunker waren teils noch mit Wasser gefüllt oder das Bachbett zeigte Spuren der Verwüstung…




