Auf dem Weg nach Proserpine überquerten wir auf der Höhe von Rockhampton den südlichen Wendekreis. Wir wechselten also von der subtropischen Südhälfte in die tropische Nordhälfte. Da wir März haben, bedeutet dies für uns die sogenannte Wet Saison, d.h Regenschauer, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 30°C. Was solls, auch dies ist machbar. Das Befremdende sind die weiten, menschenleeren Sandstrände und man sieht keinen im Meer. Es gibt bis im Mai sehr viele gefährliche Quallen und so werden gewisse Strandabschnitte mit Netzen auf eine kurze Distanz gespannt um so sicher vor den Quallen zu sein. Die Schilder warnen aber auch vor Salzwasserkrokodilen, die ab Gladstone immer wieder möglich sind. Wenigstens sorgt der Wind bei unseren Strandspaziergängen für etwas Frische 😜

Die Landschaft verändert sich langsam. Die Weidelandschaften werden immer wie mehr von Zuckerrohplantagen abgelöst. Eukalyptusbäume begleiten uns noch, aber wir sind der tropischen Vegetation immer wie näher.



Ach ja, da war doch noch eine Begegnung auf dem Wege… Wir waren in einem Coffee Shop zum Frühstück und da kam ein Mann mit seiner Enkelin herein und trug etwas in der Hand. Er ging zu Bekannten an einen Tisch und wir sahen wir er den Kindern eine Schlange vorführte. Wir waren fasziniert und ich erhielt sie dann auch noch in die Hände. Es war eine Brownheaded Python, ein junges Exemplar. Sie hat sich bei mir scheinbar wohl gefühlt, denn nach kurzer Zeit war sie eingeschlafen….




Proserpine hatten wir ausgewählt, weil in der Nähe ein Touristenhotspot war. Wir waren so was von glücklich ausserhalb dieses Hotspot zu sein, denn der Trubel in Airlie Beach war definitiv nichts für uns. Wir hatten zum Glück einen Walk im Conway National Park gefunden, den wir in aller Ruhe machen konnten. Coral Beach und der Beak Lookout sorgten für ein „Oh wie schön!“. Die zwei Highlights aber waren unsere „zu Fuss zur 18 Loch Golfrunde und die wundervolle Dingo Beach, wo wir einen super guten Pub fanden und eine Wirtin, die uns gleich ins Herz geschlossen hatte. Sie warnte uns auch davor, dass im Norden ein Cyclone wütete und wir, bis wir in der Gegend sein werden, von ihm verschont sein müssten. Diese Nachricht machte uns auch bewusst, dass wir die vergangenen Wochen in einer Blase gelebt hatten und das Weltgeschehen mehr oder weniger am A… vorbei gegangen ist. Vielleicht nur das Chaos von Dubai hatte uns kurz gestreift, aber da wir eh über Singapore zurück fliegen war selbst dies schnell verblasst..







Man sieht es vielleicht nicht so gut auf dem Bild, aber hier hat es nicht Sand sondern alles sind abgestorbene Korallen.




Dingo Beach





Und selbst auf dem Golfplatz ist das Zuckerrohr ein Bestandteil